In Bottrop wurde im Jahr 2010 eine Bildungskonferenz ins Leben gerufen, die mit Ausnahme des Corona-Jahres 2020 jährlich stattfindet. Somit war es am 18.03. bereits die 16. Bildungskonferenz, bei der erstmals mit Patrick Engels ein Ausschussvorsitzender der AfD teilnahm. Das diesjährige Motto lautete „MitWirkung! Was Bottrop bewegt“, an dem knapp 150 Akteure der Bottroper Bildungslandschaft teilnahmen.

Nach einer kurzen Anmoderation hatten die Teilnehmer zweimal die Möglichkeit, in zehn verschiedenen Themenräumen offen über bestimmte Fragestellungen zu sprechen und einzelne Kurzsätze als Ergebnis der Diskussion niederzuschreiben. In jedem Raum war lediglich ein Moderator anwesend, der allerdings eher als stiller Teilnehmer unterstützend wirkte. Patrick Engels entschied sich zunächst für das Thema „Herausforderndem Verhalten konstruktiv begegnen“, in dem mehrere Fallbeispiele aus der Praxis genannt wurden, die deutlich machten, vor welchen Hürden Schul- und noch stärker Kita-Personal tagtäglich stehen: menschlich auf Ausnahmesituationen zu reagieren, ohne dass der Ausnahmefall zur Regel wird oder Neid entsteht. Nach einer kurzen Pause ging es in den zweiten Themenraum, in dem sich Patrick Engels dem Thema „Zusammenarbeit Einrichtung – Eltern“ widmete. In der ebenfalls sehr interessanten Diskussion wurde erörtert, wie man Eltern durch zusätzliche Angebote stärker in die Schulorganisation einbeziehen kann. Aus Sicht von Patrick Engels wurde jedoch zu viel Wert darauf gelegt, bereits relativ engagierte Eltern noch stärker zu binden, anstatt Eltern anzusprechen, die sich kaum um schulische Belange kümmern und beispielsweise selbst Elternsprechtagen fernbleiben. Diese erstgenannte Gruppe, merkte er an, sei im heutigen stressigen Alltag möglicherweise zeitlich gar nicht in der Lage, sich noch stärker zu engagieren. Diese These fand auch eine gewisse Einsicht.

Patrick Engels lernte an diesem Nachmittag Lehrkräfte kennen, die nicht dem Klischee des uninteressierten oder überforderten Lehrers entsprechen, sondern sich mit Herzblut für die Bildung in unserer Stadt einsetzen. Diesen Personen durch eine Bildungskonferenz ein Sprachrohr zu geben, ist sehr wichtig; daher kann die Bildungskonferenz als erfolgreich und bedeutsam bewertet werden. Dennoch wurde deutlich, dass Schulleitungen und Lehrkräfte sich oft nicht trauen, Probleme anzusprechen, da sie sonst von anderen Kollegen als schwach oder überfordert wahrgenommen würden, die möglicherweise eigene ähnliche Probleme nur verbergen wollen. Diese Praxis gilt es abzustellen und eine offene Diskussionskultur zu schaffen. Dieses Problem ist uns allerdings ja auch aus der Politik bekannt.