Der Abriss und Neubau der über 100 Jahre alten Bahnbrücke an der Prosperstraße rückt näher. Damit verschwindet langfristig ein massives Nadelöhr im Bottroper Süden: Die neue Brücke wird breiter und höher, sodass sich dort künftig keine Lastwagen mehr festfahren. Für die Bauzeit müssen sich Verkehrsteilnehmer jedoch auf eine zweijährige Vollsperrung einstellen. Verkehrsgutachter Hendrik Halbe hat nun die ersten konkreten Pläne für die Umleitungen vorgestellt.
Die AfD-Fraktion im Rat der Stadt Bottrop begrüßt ausdrücklich, dass dieses Projekt nun endlich angegangen wird. Die Erneuerung der maroden Brücke ist längst überfällig, um den Verkehrsfluss im Süden dauerhaft zu sichern. Die bisher vorgestellten Konzepte zur Verkehrsführung sind aus Sicht der Fraktion gut ausgearbeitet. In diesem Zusammenhang ist auch das Signal von Bezirksbürgermeister Mirko Skela (SPD) positiv zu bewerten, der für dieses wichtige Vorhaben von Parteienpopulismus absehen will, damit es für Bottrop und den Stadtteil voran geht.
Die Umleitungen für den Autoverkehr
Da die Prosperstraße eine der zentralen Ost-West-Achsen der Stadt ist, wird der Verkehr je nach Bauphase unterschiedlich gelenkt:
• Nahraum-Umleitung: Wenn die Kreuzung Knappenstraße/Prosperstraße frei ist, fließt der Verkehr in beide Richtungen über die Devensstraße, Brakerstraße und durch das Gewerbegebiet „An der Knippenburg“ zur Knappenstraße.
• Weiträumige Umleitung: Bei einer Sperrung des Kreuzungsbereichs dient die Horster Straße als Hauptausweichroute. Der Verkehr wird dann über den Ostring, die Horster Straße sowie die Wilhelm-Tenhagen- und Johannesstraße geführt.
Um Schleichverkehr durch Wohngebiete zu verhindern, ist für die Steigerstraße eine Schrankenanlage im Gespräch. Anwohner erreichen ihre Grundstücke weiterhin, während die Durchfahrt für den allgemeinen Verkehr gesperrt bleibt.
Feuerwehr, Busse und Radverkehr
• Einsatzkräfte: Die Feuerwehr erhält eine Sonderregelung. Sie darf die Schranke an der Steigerstraße passieren und nutzt zudem einen speziellen „Bypass“ über das RAG-Gelände (Prosper II), um die östlichen Stadtteile schnell zu erreichen. Dafür wird an der Steigerstraße ein einseitiges Halteverbot eingerichtet; als Ersatz entstehen Parkflächen an Prosper II.
• Radfahrer: Da die Brücke auch für den Radverkehr gesperrt ist, erfolgt eine Umleitung über die Morianstraße, Brakerstraße und den Wirtschaftsweg an der Tetraederhalde.
• ÖPNV: Die Buslinien 263 und 268 werden entsprechend der Bauphasen über die Brakerstraße oder die Horster Straße umgeleitet. Das Alpincenter bleibt während der weiträumigen Sperrung über einen Ersatztaxibus angebunden.
Planung mit Flexibilität
Die Stadtverwaltung und der Gutachter betonen, dass die Pläne zwar schon sehr konkret sind, aber noch final mit der Politik und den betroffenen Unternehmen abgestimmt werden.
Ziel ist es, die Belastung für die Bürger so gering wie möglich zu halten. Da die Planung frühzeitig gestartet ist, bleibt genug Spielraum, um auf aktuelle Entwicklungen während der Bauzeit flexibel zu reagieren. Die AfD wird den weiteren Prozess konstruktiv begleiten, damit die Umsetzung für die Bottroper Bürger so reibungslos wie möglich erfolgt.
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